Dienstag, 16. Dezember 2008

Frohe Weihnachten


www.tram2000.blogspot.com und www.tram2000.de wünschen allen Besucher_Innen ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes Jahr 2009. Ich danke allen, die sich mit Lob, Kritik und Anregung zahlreich am Gelingen der Seiten beteiligt haben und hoffe, dass auch das nächste Jahr so manches interessante Geschehen rund um die Tram bereithalten wird. In diesem Sinne:

С Новым Годом - Merry Christmas - God Jul - Joyeux Noel - Fröhliche Weihnachten

Freitag, 14. November 2008

Auch Potsdam in Achsen-Panik

Kurz vor 15:00 Uhr geschah am 10.11.2008 ein Vorfall, den es so bei der ViP noch nicht gegeben hatte. Laut MAZ vom 11.11.2008 meldete der Fahrer des Zuges 159+259 der ViP-Leitstelle ein "undefinierbares Rumpeln" am hinteren Drehgestell des führenden Triebwagens. Die Leitstelle wies an, die Fahrgäste an der Haltestelle "Bisamkiez" aussteigen zu lassen und den Zug einrücken zu lassen. Bereits wenige Meter nach der Haltestelle kam der Zug ungewollt zum Stehen. Grund - ein Achsbruch hatte die Tatra lahmgelegt. Während die Bergungsarbeiten bis kurz nach 17:00 Uhr andauerten, begann es daruf hin sofort im Blätterwald zu rauschen.

Die Untersuchungen an den ICE-Zügen der DB AG und den Wagen der Berliner S-Bahn GmbH ließen auch für Potsdam schnell Fragen nach der Zuverlässigkeit der Achsen aufkommen, die MAZ fragte gar nach einer kompletten Stillegung der Potsdamer Tatra-Flotte. Die ViP hingegen beruhigt die Fahrgäste, deratige Vorfälle habe es bisher nicht gegeben und man werde den Unfall genauestens prüfen.

Die Nachricht kann sowohl beim rbb als auch in den Potsdamer Zeitungen MAZ und PNN nachgelesen werden.

Der Unglücksrabe wenige Wochen vor dem Unfall am Platz der Einheit. Hier noch mit dem originalen Drehgestell.

Samstag, 1. November 2008

Combino-Sanierung schreitet voran

Nach Abschluss der Sanierung zweier weiterer Combinos verfügt die ViP ab 04.11.2008 nunmehr über dreizehn sanierte Fahrzeuge. Wie es aus der Presstelle der Vip heißt, sind die Bahnen mit den Wagennummern 401 "Potsdam" und 414 "Charlottenburg" zuvor beim Hersteller Siemens AG komplett saniert worden.

Die sanierten Fahrzeuge werden nach Ihrer Rückkehr aus dem Werk Krefeld-Uer­dingen gemeinsam durch Mitarbeiter von Siemens und der ViP in Betrieb ge­nommen und dann für den täglichen Linienverkehr mit Fahrgästen wieder freigegeben. Während 401 ab Dienstag wieder im Regelbetrieb auf der Strecke ist, folgt 414 bis Ende November. Die Bahn mit der Wagennummer 415 "Mödling" wird am 7.11. aus Krefeld-Uerdingen zurückerwartet.

Potsdams neue heißt "Vario"

Der Aufsichtsrat der Potsdamer Verkehrsbetriebe hat sich entschieden: Potsdam kauft die Variobahn. Zehn 100%ige Niederflurwagen des Berliner Stadler-Werkes werden die Tatrawagen des Typs KT4Dm, die derzeit noch sehr zahlreich in Potsdam vertreten sind, in den nächsten Jahren nach und nach ablösen. Nach unterschiedlichen Presseangaben sollen wohl bis 2013 die ersten zehn Fahrzeuge rollen, acht weitere sind als Option vorgesehen.
Die Firma Siemens, deren Combinos derzeit neben den KT4Dm den Wagenpark bilden, und die mit eben diesen Wagen am Auswahlverfahren teilgenommen hatte, wird wohl gegen die Entscheidung der ViP Klage erheben. Grund sind angeblich unzulässige Änderungen in der laufenden Ausschreibung durch die ViP. Sollte der Klage stattgegeben werden, würde sich die Auftragsvergabe hinziehen.
Der Variobahn-Prototyp war bereits im Jahre 2005 zu Testfahrten in Potsdam unterwegs, der Wagen entspricht allerdings nicht dem bestellten Fahrzeug.

Sonntag, 12. Oktober 2008

Warschau-Tramtour

Ein Kurztrip in die polnische Hauptstadt Warszawa ist für jeden Tramfreund ein Highlight. Besonders die Typenvielfalt, die oft autounabhängige Streckenführung und die Taktdichte machen Warszawa zu einem lohnenswerten Reiseziel. Anbei ein paar Eindrücke von meiner Fahrt im Oktober 2008.

Dichtes Treiben herrscht am Plac Zawiszy. Hier ein Zug der Linie 24 aus zwei Konstal-Wagen (1308+1307).

Nur in Warszawa kann man die Konstal 13N im Liniendienst antreffen, das allerdings reichlich. Derzeit befinden sich noch rund 110 dieser stark an Tatra-Wagen erinnernden Fahrzeuge im Einsatz.

Wagen 3030 ist der letzte 116N. Auch dieser Typ kommt nur in Warszawa vor. Hier wartet der Wagen (Bj. 2000) den Fahrgastwechsels an der Haltestelle "PLac Bankowy" ab. Ihm folgt der komplett modernisierte 13N-Zug aus 821+818.

Noch ein Zug aus 13N. Hier 739+752 (beide Bj. 1969) kurz vor Erreichen der Haltestelle "Metro Ratusz Arsenal".

An der berühmten Warschauer Palme liegt die Haltestelle "Muzeum Narodowy", die dieser Zug aus zwei 115N soeben verlässt. Im Hintergrund die Türme der Poniatowski-Brücke.

Zum Abschluss noch ein Blick in die bekannte ulica Marszalkowska, eine der Hauptstraßen Warschaus. Der Zug aus zwei 13N verlässt soeben die Haltestelle "Plac Konstitucji".

Mittwoch, 24. September 2008

Innotrans 2008

Die weltgrößte Messe für Schienenverkehrstechnik hat ihre Pforten in Berlin geöffnet und zeigt die neuesten Trends im Bahn-Bereich. Für Freunde der Straßenbahn besonders interessant ist dabei natürlich vor allem das Freigelände, dass auch in diesem Jahr einige interessante Neuheiten zu bieten hat. Neben der Flexity-Berlin, kann erstmals die Variobahn für München und die neue Hochflur-Flexity für die Stadtbahn Frankfurt/Main bestaunt werden. Überdurchschnittlich stark sind im Straßenbahnsektor Produzenten aus dem ehemals "sozialistischen" Teil Europas vertreten.

Nachfolgend einige Impressionen von der Messe.

Wagen 9001 der BVG ist einer der Publikumsmagneten der Firma Bomardier. Nach Ende der Innotrans startet auch er den Testbetrieb in Berlin.

Die polnische Firma Pesa präsentierte ihren 122N, einer von bisher zwei Wagen für Bydgoszcz. Zur letzten Innotrans hatte die Firma den kürzeren Typen 120N vorgestellt.

Noch eine polnische Tram: Der PUMA von FSP. Ein bisschen erinnert der ja an die Warschauer 123N.

Kroatien macht mit der Crotram (TMK 2200) seine Aufwartung. Ansprechend in Design und Ausstattung interessieren sich inzwischen auch westeuropäische Städte für diese Niederflurbahn.

Als Ausstellungsfläche der Firma "Schalke" diente der frisch überholte Triebwagen 2001 der Dresdner CarGoTram, der von eben dieser Firma auch hergestellt wurde.

Montag, 22. September 2008

Die Bauarbeiten gehen weiter

Auch das Wochenende rund um den 20. und 21. September war von umfangreichen Baumaßnahmen geprägt. Wegen der Umverlegung von Teilen der Tramtrasse in der Friedrich-Ebert-Straße, musste der Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und Platz der Einheit aufgelassen werden. Das Tramnnetz wurde so in ein Nord und ein Südnetz aufgeteilt, die sich wie folgt darstellten:

Nordnetz

  • Tram 91 Bhf Pirschheide <> Platz der Einheit
  • Tram 92 Kirschallee <> Platz der Einheit
  • Tram 93 Glienicker Brücke <> Platz der Einheit
  • Tram 94 Schloß Charlottenhof <> Fontanestr.
  • Tram 96 Viereckremise <> Platz der Einheit
  • Tram 99 Platz der Einheit <> Fontanestr.

Südnetz

  • Tram 91/93 S Hauptbahnhof <> Bhf Rehbrücke
  • Tram 92/96 S Hauptbahnhof <> Marie-Juchacz-Str.
Der nicht bediente Abschnitt wurde mit SEV befahren, der mit Unterstützung der HVG und der Belziger Busgesellschaft abgewickelt wurde.

Die ViP hatte zwar durch zahlreiche Vorankündigungen (Presse, Durchsagen, Aushänge) auf die Baumaßnahme hingewiesen, verwirrte Fahrgäste fuhren aber doch zahlreich in die falsche Richtung.

Da konnten die Plakate noch so groß sein, nicht jede(r) fand sein Ziel auf Anhieb.

Für Straßenbahnfans interessant gestaltete sich das Einrücken der Züge, die für den Sonntagsverkehr nicht benötigt wurden. Die Züge fuhren vom Platz der Einheit kommend rückwärts vor bis zum Hauptbahnhof und fuhren von dort weiter ins Depot. Das allerdings wieder vorwärts.

video

Wendemanöver an der Langen Brücke.

Inzwischen ist das Baugleis in Betrieb und mit ihm auch eine gänzlich neue Situation am Platz der Einheit:

Aus Richtung S Hauptbahnhof verkehren ab Alter Markt Tram X98, 91, 92 und 96 über die Wendeschleife Platz der Einheit. Platz der Einheit/West wird nicht bedient, dafür halten die Bahnen Platz der Einheit/Am Kanal und Platz der Einheit/Nord.

Aus Richtung Holzmarktstr. verkehren ab Burgstr./Klinikum Tram 93 und 99 ebenfalls über die Wendeschleife Platz der Einheit. Platz der Einheit/Am Kanal wird nicht bedient, dafür halten die Bahnen Platz der Einheit/Nord und Platz der Einheit/West.

Die veränderten Linienführungen erfordern Fahrplanveränderungen.

Tram 94 verkehrt in der üblichen Linienführung, wegen der Änderungen bei den übrigen Linien kommt es aber auch bei Tram 94 zu Fahrplanveränderungen.

Das neue Gleis nimmt nun den stadtauswärtigen Straßenbahnverkehr zwischen Altem Markt und Platz der Einheit auf.

Die ersten Testfahrten fanden noch am 21.09. statt. Hier 404 auf neuen Wegen.

Dieses Schema wird ab sofort angewandt und hat Gültigkeit bis zum Sommer 2009. Es bleibt aber den Fahrgästen zu wünschen, dass auch die Linie 94 den Weg über den Platz der Einheit Nord nimmt, blieben ihnen doch so einige Wege erspart.

Rasante Fahrten am Platz der Einheit/Ost. Die sonst eher selten genutzte Anlage wird nun bis Sommer 2009 fast alle Tramlinien aufnehmen.

video

Das Abbiegen vom Platz der Einheit/Nord in Richtung Potsdam West gehört ab sofort zum Tramalltag in Potsdam.

Donnerstag, 14. August 2008

SEV in Babelsberg und der Berliner Vorstadt

Die Bauarbeiten an der Humboldtbrücke gehen für die Tram in die Endphase. Ab 20.08.2008 erfolgt der Anschluss der umverlegten Trasse nach Babelsberg an die Berliner Straße. Dazu wird der Netzteil Babelsberg und die Glienicker Brücke von Mittwoch, 20.08.2008, Betriebsbeginn bis Sonntag, 31.08.2008, Betriebsschluss abgeschnitten und mit SEV bedient.

Die Tram 93 verkehrt als gekoppelte Linie von Bhf Rehbrücke kommend bis Platz der Einheit/West und von dort ohne Aufenthalt weiter als Tram 94 nach Schloss Charlottenhof (zwischen Platz der Einheit/West und Bhf Charlottenhof jeweils 1 Minute früher). Schloss Charlottenhof erhält die Tram 94 eine Aufenthaltszeit von 5 Minuten – Schloß Charlottenhof weiterfahrende Fahrgäste werden gebeten, die Tram 91 zu nutzen.

Die Tram 94 verkehrt als gekoppelte Linie von Schloss Charlottenhof kommend (zwischen Schloß Charlottenhof und Dortustr. jeweils 2 Minuten später) und von dort ohne Aufenthalt bis Platz der Einheit/Westweiter als Tram 93 nach Bhf Rehbrücke.

Die Tram 99 verkehrt nur Montag bis Freitag in der Zeit von 12.30 bis 18.30 Uhr auf dem Abschnitt Platz der Einheit - Marie-Juchacz-Str..

Ersatzverkehr wird wie folgt eingerichtet:

Abschnitt Platz der Einheit - Glienicker Brücke

  • Ersatzverkehr bis 21.00 Uhr im 20-Minuten-Takt mit Anschluss Platz der Einheit/West von/zur Tram 91 aus/in Richtung Bhf Rehbrücke

  • Bedienung der Ersatzhaltestellen entlang des Fahrweges der Tram 93 mit Ausnahme der Haltestellen Burgstr./Klinikum und Holzmarktstr. jeweils in Richtung Glienicker Brücke: diese liegen an der Umleitungsstrecke in der Französischen Str. hinter Einmündung Posthofstr. bzw. in der Gutenbergstr. ca. 100 m vor Einmündung Berliner Str.

  • Anschluss zur/von Buslinie 316 an der Glienicker Brücke wird gewährleistet

Abschnitt Platz der Einheit - Fontanestr.

  • Aufgrund der Sperrungen im Bereich Berliner Str./Humboldtbrücke Ersatzverkehr erst ab S Hauptbahnhof mit Anschluss von/zur gekoppelten Linie 93/94 aus/in Richtung Schloß Charlottenhof

  • Ersatzverkehr verkehrt von ca. 5.00 bis 21.30 Uhr im 20-Minuten-Takt S Hauptbahnhof - Rathaus Babelsberg - S Griebnitzsee (zwischen S Hauptbahnhof und Rathaus Babelsberg wie Buslinie 693, so dass sich auf dem gemeinsam befahrenen Abschnitt ein annähernder 10-Minuten-Takt ergibt)

  • Bedienung der Ersatzhaltestellen entlang des Fahrweges der Tram 94 in Babelsberg

  • Im Spätverkehr täglich ab ca. 21.30 bis 1.30 Uhr bestehen abweichende Regelungen:

    • Die Bedienung der Haltestellen Plantagenstr. und Fontanestr. übernimmt der RufBus R694, der bei Bedarf bis zu diesen Haltestellen fährt (Zum Einstieg bitte 30 Minuten vorher den Fahrtwunsch telefonisch unter (0331) 6614-694 anmelden).

    • Die Bedienung der Haltestellen Holzmarktstr. und Burgstr./Klinikum erfolgt durch einen Ringverkehr S Hauptbahnhof > Platz der Einheit > Holzmarktstr. > Platz der Einheit > S Hauptbahnhof im 20-Minuten-Takt mit Anschluss S Hauptbahnhof zu den Linien Tram 91 und 92

Zu detaillierten Abfahrtszeiten und Haltestellen des Ersatzverkehrs sollten auch die Aushängen an den Haltestellen beachtet werden. Die ViP veröffentlicht auch einen Flyer zum Baugeschehen, der ab 20.08.2008 in den Kundenzentren ausliegt. Weitere Informationen geben die ViP-Kundenzentren, die ViP-Info-Hotline unter Tel. (0331) 6614-275 sowie über das Internet unter www.vip-potsdam.de bzw. www.vbb-fahrinfo.de.


Derzeit wird noch eingleisig auf Resten der alten Trasse gefahren. Hier ein Zug kurz vor Erreichn der Haltestelle „Humboldtring / Nuthestraße“...


... und die Begegnung in der Ausweiche an der selben Haltestelle.


Der neue Haltepunkt ist bereits fertig, wartet aber noch auf Anschluss. Auch eine neue Haltestelle vor der Humboldtbrücke wird es geben.

Freitag, 8. August 2008

Bombenfund legt ÖPNV lahm

Im Zusammenhang mit den Bauarbeiten für die neue Straßenbahnbrücke wurde am 04.08.2008 an der zentralen Langen Brücke in Höhe der Alten Fahrt eine englische 250-kg-Sprengbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Lage der Bombe macht eine sofortige Entschärfung erforderlich. Da neben der Brücke über die fast alle Straßenbahnlinien führen, auch der Hauptbahnhof und er ZOB geschlossen werden mussten, wirkte sich der Fund auf den gesamten ÖPNV in Potsdam aus. Hier das Betriebsschema der ViP:

Betriebskonzept bis 16.00 Uhr:

  • Lange Brücke ist gesperrt

  • Tram im Nordbereich nur bis/ab Platz der Einheit

  • Tram im Südbereich nur bis/ab Hbf.

  • Bus 693 zwischen Hbf. und Babelsberg über Fr.-Engels-Str.

  • Bus 695 endet/beginnt Platz der Einheit

ab 16.00 Uhr

  • Lange Brücke ist gesperrt

  • Tram im Nordbereich nur bis/ab Platz der Einheit

  • Tram im Südbereich nur bis/ab Friedhöfe (Hbf. kein Ein- oder Ausstieg)

  • Bus 693 nur zwischen Babelsberg und J.-Kepler-Platz

  • Bus 694 nur zwischen Babelsberg und Stern-Center

  • Bus 695 endet/beginnt Platz der Einheit

  • kein S-Bahn- und Zugverkehr mehr am Hbf., S-Bahn endet in Babelsberg

  • Verbindung Nord – Süd über Tram 94 bis Babelsberg und weiter mit Bus 693

ab 17.00 Uhr

  • Lange Brücke ist gesperrt

  • Tram im Nordbereich nur bis/ab Platz der Einheit

  • Tram im Südbereich nur Bhf Rehbrücke <> Waldstr. <> Kirchsteigfeld

  • Bus 693 nur zwischen Babelsberg und J.-Kepler-Platz

  • Bus 694 nur zwischen Babelsberg und Stern-Center

  • Bus 695 endet/beginnt Platz der Einheit

  • kein S-Bahn- und Zugverkehr mehr am Hbf., S-Bahn endet in Babelsberg

  • Verbindung Nord – Süd über Tram 94 bis Babelsberg und weiter mit Bus 693

Durch die Reduzierung des Straßenbahnverkehrs im Südbereich der Stadt, wurde auch der Abzweig von der Waldstadtstrecke zum Wohngebiet am Schlaatz verwendet, der sonst nur einrückenden Zügen dient.

Da das Abbiegen aus Richtung Wohngebiet "Schlaatz" nur durch einen Gleiswechsel realisiert werden kann, wurde ein Streckenposten an der Heinrich Mann-Allee eingerichtet.


Hier der Zug aus 152+252 auf der Gegenrichtung. An dieser Stelle war vor drei Jahren der Combino 413 verunglückt.

Aus der Gegenrichtung kommt der Zug der Linie 96 vom Wohngebiet Waldstadt. Die Züge aus dieser Richtung waren alle fast menschenleer.

Sonntag, 18. Mai 2008

Der rbb blickt hinter die ViP-Kulissen

Der rbb zeigt, was nachts in den Werkstätten der ViP passiert.

Im Rahmen der Sendung "Brandenburg aktuell" vom 17.05.2008 drehte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) seine Reihe "Stockdunkel" im Betriebshof der ViP. Den gesamten Beitrag gibt es für die nächsten Wochen hier. Das Video findet Ihr in der Ecke oben.

Samstag, 17. Mai 2008

Tram-Ausschreibung gerät zur Farce

Wie Potsdams neue Tram aussehen wird, bleibt weiter unklar. Zwei wichtige Anbieter sind inzwischen wohl nicht mehr im Rennen.

Die beiden Schienenfahrzeughersteller Adtranz/Bomardier und Alstom sind aus vorläufig aus der Ausschreibung für die neue Generation von Tramfahrzeugen für Potsdam ausgestiegen. Wie der örtlichen Presse zu entnehmen war, rechen sich die Firmen keinerlei Erfolgschancen für den Auftrag aus. Aus dem Hause Bomardier war zu vernehmen, dass man Potsdam ein Angebot für 2,40 m breite Bahnen machen wollte, ein Maß, dass in Potsdam aber nicht ohne umfangreiche Netzumbauten einsetzbar wäre. Zusätzlich ärgere man sich über die Vergabe eines Auftrages an die Firma Siemens, während der laufenden Ausschreibung. Zur Erinnerung: die ViP hatte den Combino-Produzenten mit der Sanierung des Prototypen 400 beauftragt.

Die Firma Alstom hingegen sieht sich nicht in der Lage, bei der kleinen Potsdamer Bestellung, umfangreiche Wünsche des Auftraggebers umzusetzen. Die ViP hatte zuvor die Ansprüche an die neuen Fahrzeuge noch einmal zu Gunsten von Rollstuhlfahrern ändern lassen und möchte nun an Stelle von zwei, drei Rollis in den neuen Bahnen unterbringen können.

Inzwischen hat die ViP die Ausschreibung bis zum 26. Mai verlängert, um die beiden Firmen eventuell doch noch zur Abgabe von Angeboten zu animieren. Neben Alstom und Bombardier beteiligen sich die Firmen Siemens, Skoda, Stadler und die polnische Firma FTS.

Mit der Ausschreibung der neuen Niederflurbahnen sollte eigentlich ein Schlussstrich unter das Potsdamer Tram-Desaster gezogen werden. Ab sofort scheint aber die nächste Runde eingeleitet.


Service-Offensive gestartet

Auch in der Nacht möchte die ViP Ihren Fahrgästen besten Service bieten.

Seit etlichen Jahren hat die ViP GmbH mit erheblichen Zerstörungen durch Vandalismus zu kämpfen. Scheiben werden derart zerkratzt, dass ein Hindurchsehen besonders in den hinteren Teilen der Fahrzeugen fast gänzlich unmöglich geworden ist.

Um diesem Zustand ein Ende zu setzen, startete die ViP zusammen mit den Partnerunternehmen der Stadtwerke, der Landeshauptstadt Potsdam, der Wall AG und einer Potsdamer Schule eine Service-Offensive. Durch Präsenz von Sicherheitspersonal in den Bussen und Bahnen der ViP und spezielle Fahrerschulungen, soll zusätzlich das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste verbessert werden. Mit einer effizienteren Reinigung von Haltestellen und Fahrzeugen will die ViP Ihr Erscheinungsbild aufwerten. Innerhalb eines Schulprojektes sollen den Jugendlichen die Auswirkungen von Vandalismus deutlich gemacht werden.

Die Aktion, die ab sofort läuft, soll bis in den Herbst fortgesetzt und dann ausgewertet werden. Der Erfolg dieser Aktion hängt wohl vor allem vom Begleitpersonal in den Bussen und Bahnen ab, die dem Verkehrsbetrieb ein „Gesicht“ geben. Erste Erfahrungen mit den Begleitern lassen allerdings noch viele Wünsche offen. Nach Ankündigung der ViP hatte man eigentlich freundliche Mitarbeiter erwartet, die auch zu später Stunde noch eine Fahrauskunft geben können oder beim Aus- und Einsteigen helfen. Die KollegInnen, die tatsächlich in den bahnen unterwegs sind und teilweise an Türsteher erinnern, sind allerdings mit der Kontrolle von Fahrscheinen beschäftigt und werden von den Fahrgästen argwöhnisch beobachtet. Hier gibt es noch viel Bedarf der Schulung in serviceorientierter Kundenbetreuung.


Samstag, 3. Mai 2008

Eindrücke von der Wolga

Wolgograd, das ehemalige Stalingrad ist bei Straßenbahnfreunden vor allem wegen seiner Untergrund-Straßenbahn bekannt. Nirgendwo sonst werden Tatra-Wagen in einem System eingesetzt, dass nach Metro-Richtlinien gebaut ist. Die „ST“ (Skorostnoj tramwaj – Schnellstraßenbahn) ergänzt seit 1972 das eigentliche Straßenbahnnetz der Wolga-Stadt. Seit 1984 ist zusätzlich der 3,3 km lange Tunnel in Betrieb, der über drei Stationen verfügt. Eine Erweiterung der Anlage ist zwar geplant, doch scheitert der Weiterbau derzeit an den finanziellen Möglichkeiten.


Neben der insgesamt 9,5 km langen Schnellstraßenbahn existieren in Wolgograd auch noch zwei Straßenbahnnetze. Während das Stadtnetz betrieblich mit der ST verbunden ist, arbeitet die einzige Linie (Nr. 11) des Stadtteils „Krasnoarmejsk“ völlig autark.


Den größten Teil des Wagenparks bilden die T3SU (Zwei- und Dreitürer), die zwischen 1971 und 1986 nach Wolgograd geliefert wurden. Daneben gibt es zwanzig T3M und den einzigen KT8D5SU der Welt.


Inzwischen sind auch geringe Teile des Wagenparks überholt worden. So gibt es einige T3SU mit neuer Frontpartie und einen Zug aus T3R.RV, der von der Prager Firma „Pragomex“ modernisiert wurde. Laut Hersteller sollen bis 2010 112 T3SU derart aufgearbeitet werden.


Tatra-Bahnen im U-Bahntunnel machen Wolgograds Straßenbahn so einmalig. Hier ein Zug an der Station "Komsomolskaja".


Derzeit enden die Wagen der Schnellstraßenbahn am Tschekisten-Platz. Hinter dem Zug aus 5757+5758 ist aber schon die Einfahrt in den zukünftigen Tunnel erkennbar.


Zur wichtigsten Sehenswürdigkeit der Stadt, der riesigen Mutter-Heimat-Statue auf dem Mamaew-Hügel, kommt man am schnellsten mit der Tram. Hier ein Zug der ST an der Station "Mamaew Kurgan".


Neben der Schnellstraßenbahn existiert auch noch ein reguläres Streckennetz. In der uliza 55 Gvardejsk. Divisii begegnen sich hier zwei Tatra-Züge der Linie 5.


Bisher einmalig ist der KT8D5SU mit der Nummer 5834. Kein weiteres Fahrzeug dieses Typs hat es bisher nach Russland geschafft.



Einzig für die Sowjetunion wurden Tatra-T3 gebaut, die nur je zwei Türen besitzen. Hier der Zug aus 2630+2629 am Prospekt Shukowa.


In Russland recht weit verbreitet sind Wagen des Typs T3M. In Wolgograd werden sie als Solo-Wagen vornehmlich auf der Linie 2 eingesetzt. Hier Wagen 2834 in der Wendeschleife "Shkola Nr. 36".


Neben den Straßenbahnen verfügt Wolgograd natürlich auch über O-Busse. Hier ein SIU-9 an der Wendeschleife "Uliza Kujbyschewa".

Sonntag, 27. April 2008

Laufbewegung wird zu Tram-Stopper

Combino 406 "Erfurt" auf den Spuren Marathons. Um nicht gänzlich aus dem Takt zu geraten "schwimmt" der Wagen mit im Läuferfeld in der Berliner Straße.

Am heutigen Sonntag fand in Berlin und Potsdam der alljährliche rbb-Lauf statt. Mehr als 3.000 Läufer zog es auf die rund 14 km lange Strecke quer durch die Landeshauptstadt. Da der größte Teil der Route auf Potsdamer Gebiet verlief, blieben die Störungen im Berliner Verkehr auf die Buslinie 316 beschränkt. In Potsdam kam der Straßenbahn und Busverkehr in der Innenstadt kurzzeitig fast gänzlich zum Stillstand. Betroffen waren die Linien 92, 93 und 96. Lediglich die Linien 91 und 94 blieben von den Sperrungen unberührt. Die Potsdamer nahmen es gelassen und feuerten die Läufer an.


Für den Zug aus 103 und 203 gibt es kein Durchkommen an der Brandenburger Straße. Erst muss das kilometerlange Band aus Läufern passieren.

TramTours – Die erste Runde

Am Samstag dem 26.04.2008 fand in Potsdam die erste reguläre TramTours-Fahrt dieses Jahres statt. Der Gotha-Gelenkwagen 177 brachte die Potsdamer und Gäste vom Hauptbahnhof zur Glienicker Brücke, von wo es nach kurzer Pause weiterging ins Bornsteder Feld. Die Tramfahrt endete an der Kastanienallee, von wo aus sich die Gruppe dann über den Zwischenstopp an der Strandbar per Wassertaxi zurück zum Bahnhof aufmachte.

Die TramTours, laufen in diesem Jahr mit neuem Konzept und werden unter verschiedenen Mottos angeboten.


Gotha-Gelenkwagen 177 am ersten Zwischenhalt, dem Wendedreieck "Glienicker Brücke"

Tatra auf Abwegen

Bereits am Freitag dem 11.04.2008 entgleiste gegen 20:00 Uhr der KT4D 144 der Linie 99 in der Friedrich-Ebert-Straße. Kurz nach Verlassen der Haltestelle „Alter Markt“ in Richtung Platz der Einheit muss der Wagen wohl beim Überfahren der Weiche aus den Gleisen gesprungen sein. Es kann angenommen werden, dass der Wagen keine überhöhte Geschwindigkeit hatte und ein technischer Defekt an der Weiche vorgelegen haben muss. Die Arbeiten an der Eingleisung des Wagens und der Wiedernutzbarmachung der Weiche dauerten bis 22.00 Uhr. In diesem Zeitraum kam es zu erheblichen Verspätungen im Linienverkehr, wird doch diese Stelle von allen Linien genutzt.

Zum Nachteinsatz an 144 waren ein halbes Dutzend Einsatzfahrzeuge der ViP angerückt. Hier steht 144 bereits wieder auf "eigenen Beinen".


Donnerstag, 17. April 2008

ViP eröffnet TramTours-Saison

Mit einer feuchtfröhlichen Pressetour startete der Potsdamer Verkehrsbetrieb heute seine Stadtrundfahrten-Saison mit der Tram. Bereits im zweiten Jahr wird damit eine Tradition fortgesetzt, die schon 1992 von Straßenbahn-Enthusiasten ins Leben gerufen wurde und den Potsdam-Besuchern ein etwas anderes Bild der brandenburgischen Landeshauptstadt vermitteln sollte. Schon damals trugen diese Fahrten den Namen „TramTours“, der auch heute wieder zur Marke werden soll.


Die Stadtrundfahrt mit der Straßenbahn ist naturgemäß etwas anderes als die gänzlich auf Touristen ausgerichteten Fahrten mit Bussen. Durch die Lage der Potsdamer Schienenstränge, lernen die Besucher Potsdam von einer herrlich alltäglichen Seite kennen und die Potsdamer „Ureinwohner“ können pikante Details über ihre bereits zur Genüge bekannt geglaubte Stadt „erfahren“. Dass sich die Zeppelinstraße mit einem Architekturpreis schmückt, wo Carl von Ossietzky seinen Kaffee trank oder wo seinerzeit eines der modernsten Kraftwerke der Region stand, können sicherlich nur wenige berichten.


Nachdem die ViP das Projekt TramTours im letzten Jahr regelmäßig anbot, hat man sich nun zur Weiterentwicklung der Idee entschieden und neue Partner gewinnen können. Neben der Weißen Flotte und ihrem Wassertaxi, sind auch die Strandbar in Potsdam-West und die Biosphäre an Projekten beteiligt. Gemeinsam mit diesen und weiteren Partnern werden die Fahrten, die dann unter einem bestimmten Motto stehen durchgeführt.


Die erste reguläre „TramTours“ startet mit dem Gotha-Gelenkwagen 177 am 26.04.2008 um 15:00 Uhr am Wasserturm (HBF).


177 wird in diesem Jahr wohl öfter in Potsdam zu sehen. Er ist der "Stargast" der TramTours 2008


Combino-Prototyp geht in den Liniendienst

Wie die ViP am heutigen Nachmittag überraschend mitteilte, wird Combino-Prototyp 400, der bisher als historischer Wagen vorgehalten wurde, von Siemens Transportation in Krefeld saniert.


Der Wagen wird ab Dezember 2008 in der Potsdamer Lackierung dem üblichen Fahrzeugbestand zugeordnet. Wie umfangreich die Umbauten am Wagenkasten ausfallen, der bisher Türen auf beiden Fahrzeugseiten hat und wesentlich kürzer ist als die Serien-Combino, war leider nicht zu erfahren.


Wir erinnern uns, das Fahrzeug war im Jahre 2001 nach Abschluss der Testreihe kostenlos an die ViP übergeben worden und bei einigen wenigen Sonderfahrten im Einsatz. Im Jahre 2004 war die Zulassung abgelaufen und der Wagen hätte hauptuntersucht werden müssen. Mit der Entscheidung, den Wagen linientauglich zu machen, erhält die ViP kostengünstig ein 17. Niederflurfahrzeug.


Das jüngste Museumsfahrzeug überhaupt ist damit wieder Geschichte.


Pink ist Geschichte. Ab Ende 2008 wird Combino 400 in grün-weiß an seine reguläre Arbeit gehen.


Combino 411 is back!

Obwohl tram2000.blogspot.com die Wiederinbetriebnahme von Combino 412 „Ijburg“ groß ankündigte, schaffte es doch 411 „Bern“als Erster zurück auf Potsdams Gleise.

Neben 412 und 411 ist inzwischen auch der verunfallte 410 „Amsterdam“ wieder in Potsdam eingetroffen. Für die reaktivierten Tatras wird es langsam eng!


Heimkehrer Combino 411 bei der Ausfahrt am Platz der Einheit


Samstag, 5. April 2008

Neues von den Combinos

Seit dem 27.03.2008 ist auch Combino 412 saniert zurück in Potsdam. Damit sind inzwischen die Wagen 405, 406, 408, 409 und 412 fit für einen angeblich dauerhaften Einsatz. Bisher wurde 412 noch nicht gesichtet, aber so wie ein Bild gelingt, bekommst Du es hier zu sehen.

Eine weitere Veränderung gab es noch bei den Combinos. 415 ist seinen Versatel-Superhelden los geworden. Seit Anfang April ist der Wagen wieder in seiner grün-weißen Lackierung unterwegs. Damit endete vorerst der Einsatz von Vollwerbung an den Wagen der Potsdamer Straßenbahn.

Combino 415 "Mödling" ohne Vollwerbung am Platz der Einheit.

Montag, 31. März 2008

Ein Blick nach Moskau

Gut fünf Wochen vor dem Amtsantritt des neuen russischen Präsidenten wirft das PotsTram-Blog einen Blick in die russische Hauptstadt. Wir beschäftigen uns an dieser Stelle aber mit der Straßenbahn der Hauptstadt des größten Landes der Erde, die allerdings weder Putin noch Medvedev für den täglichen Weg zur Arbeit nutzen.

Die 1904 eröffnete Straßenbahn von Moskau hat heute eine Größe von ca. 180 km und ist damit eines der größten Netzes weltweit. Genauer gesagt handelt es sich allerdings sogar um zwei Netze, die 1976 von einander getrennt wurden. In den vier vorhandenen Depots sind mehr als 850 Wagen vorhanden.

Der Wagenpark der Moskauer Straßenbahn zeichnet sich durch eine erhebliche Typenvielfalt aus. Neben einzelnen kleineren Reihen (z. Bsp. Wagen aus Petersburg und Ekaterinburg), wird der tägliche Verkehr vor allem durch die T3SU der CKD und die russischen Standardwagen der Typen KTM-8, KTM-8M und KTM-19 in verschiedenen Modifikationen bestritten.

Hier nun also ein kleiner Fotoexkurs durch die Moskauer Straßenbahnlandschaft:


Die Tatra T3SU der Baujahre 1981-1987 bilden die zahlenmäßig größte Fahrzeuggruppe der Moskauer Verkehrsbetriebe. Ein der Solo-T3 2581 vor dem Haupteingang zur Allunions-Austellung. Über ihm die parallel verlaufene Trasse der neuen Monorail.


Von 1999-2002 wurde eine handvoll Fahrzeuge (16 Stück) des Typs T3SU modernisiert und als TMRP bezeichnet. Die Wagen erhielten eine neue Heck- und Frontpartie, sowie neue, zweiteilige Klapptüren. Wegen Ersatzteilmangels sind diese Fahrzeuge nicht mehr im Einsatz und werden wohl dem neuen Modernisierungsprogramm unterzogen.


Bei der derzeit favorisierten Modernisierung behalten die T3 ihr ursprüngliches Aussehen und bekommen sogar die ursprüngliche Lackierung zurück. Innen werden die Wagen mit neuer Einrichtung versehen und der Fahrerstand überarbeitet. Hier ein fertiger Wagenkasten in der örtlichen Straßenbahnfabrik.


Obwohl zahlreiche russische Betriebe Wagen des Typs T3M (T6B5) einkauften, blieb es in Moskau bei zwei Fahrzeugen. Hier 0301 (ex 0001, Baujahr 1983) an der Metrostation "Schtschukinskaya".


Eine weitere Tatra-Bauart ist der T7B5. Dieser Wagentyp fand wegen der politischen Wende und der damit verbundene finanziellen Schwierigkeiten in Moskau keine Verbreitung mehr. Lediglich sechs Wagen wurden zwischen 1990 und 1993 geliefert, wobei 3326 heute nicht mehr im Einsatz ist.


Den Tatras setzte die russische Tramschmiede in Ust-Kataw den KTM-8 entgegen. Seit 1991 erhielt Moskau dutzende dieser Wagen, die von den Depots 4 und 5 eingesetzt werden. Wegen der schlechten Qualität werden sie das Alter ihrer tschechischen Kollegen wohl nicht erreichen.


Der etwas besser gelungene, inzwischen aber auch nicht mehr produzierte Typ KTM-8M wurde zwischen 1994 und 1999 ausgeliefert. Hier ein Wagen vor der Kirche "Sergia Radonezhskogo".


Ein weiteres Produkt aus Ust-Kataw ist der KTM-19, der zusammen mit Siemens entwickelt wurde. In verschiedenen Modifikation wurden bisher ca. 200 Stück dieses Wagen geliefert. Weitere Einkäufe dieser Art scheinen derzeit allerdings nicht mehr geplant zu sein.


Auch Wagen anderer russischer Firmen wurden beschafft, in der Hoffnung einen würdigen Nachfolger für die Tatras zu finden. Die LM-99 waren dabei allerdings ein Griff ins stille Örtchen. Hier einer von 46 beschafften Wagen an der Metrostation "Sokol".


Lediglich acht Wagen des Typs RWS-6 aus Riga erreichten die russische Hauptstadt. Da Moskau bereits die Tatra T2 erhielt, entschied man sich gegen diesen Wagentyp, der in zahlreichen Städten der Union bis in die 90er Jahre verkehrte. Heute ist der Wagen Nr. 222 (die letzte Ziffer ist wohl verloren gegangen) teil der Sammlung des Moskauer Verkehrsmuseums.


Wagen des Typs MTW-82A können ihre Herkunft vom Trolleybus nicht verleugnen. Als das Bild im September 2004 entstand, drehte der Wagen seine letzten Runden im Hof der Hauptwerkstatt. Heute gehört auch er zum Museumsbestand.